Regentage- Schmerz und warum ich das Wort "Schattenarbeit" nicht mag

Heute ist einer der Tage, der mich bewegt. Von innen nach außen. Der an mir zieht und der "mehr" von mir will.

Es geht an die Innenarbeit. Meine eigene Innenarbeit. Gut im helfen, gut im Außen, übe ich bei mir zu sein, bin ich doch sensibler geworden und habe gelernt hinzuspüren, wann es an der Zeit ist um Unterstützung zu bitten.

Schattenarbeit - wie Einiges es nennen. Den eigenen Schatten zu erkennen und mit ihm zu arbeiten. Es ist in aller Munde. Und es macht mit mir und mit allen, mit denen ich arbeiten durfte oft Angst- Angst in die eigene Tiefe zu schauen, Angst zu Ent-decken, Angst vor dem was sich dort zeigen könnte und letztendlich macht es mir Angst vor mir selbst.

Ich stelle mich dieser Angst schon seit geraumer Zeit und tauche ein. Und jedes Mal wieder hat sie sich als unbegründet erwiesen. Ich bin vielen Dingen begegnet, vielen Versionen von mir und durfte ein ums andere Mal erkennen, wie ich mich verhalte und auch unfaire Züge annehmen, Situationen betrachten, in denen ich nicht das Beste gegeben habe. Einen Rückzieher gemacht habe, nicht meinem Herzen gefolgt bin, ja vielleicht nicht einmal eine wirkliche Verbindung zu meinem Herzen hatte.

Und wisst ihr was, es ist immer okay. Es ist nicht immer schön, und doch lerne ich mich zu verstehen. Zu erkennen, wo der Ursprung meines Verhaltens liegt und was mich geprägt hat. Fühlen, was es ist, was mich bewegt und antreibt und warum.

Und es annehmen, gut sein zu lassen und freie Entscheidungen treffen zu können. Unbeeinflusst von alten Mustern, die immer wieder das gleiche unbewältigte Gefühl in mir aufsteigen lassen.

Einen Schritt näher, mehr Leichtigkeit, mehr Frieden, mehr bei mir.

Schattenarbeit, ist ein Begriff, der für mich bedeutet, dass es etwas Gutes und etwas Schlechtes gibt. Licht und Schatten. Diese Begriffe begleiten mich in den letzten Tagen sehr. "Wenn du dein Licht größer werden lässt, so wachsen auch deine Schatten".

Für mich ist das Quatsch. Mit meinem Wachstum, meiner Entwicklung und meiner Bereitschaft zu mehr Klarheit, weil ich die unaufgeräumten Bereiches meines Lebens, mental als auch physisch, nicht mehr dulde, treten die Bereiche, die ich bisher noch vernachlässige prägnanter ans Licht. Sie werden sichtbarer, sie zeigen sich, damit ich mich meiner Intention gemäß weiter ent-falten kann. Alte Dinge dürfen gehen, alter Schmerz gefühlt und ziehen gelassen werden. Einfach. So.

Ich fühle mich mit dem Wort Innenarbeit wohl. Meine Innenwelt ist mein Bereich, meine Aufgabe und auch wenn sie mich dann und wann überrascht, so macht sie mir eines nicht - Angst. Denn wenn ich genau hinspüre, ist da ein Vertrauen und ein Wissen, dass sagt "Alles ist gut, so schlimm ist es nicht. Lass uns gemeinsam gehen." Ich habe noch nie etwas Schlimmes oder Bedrohliches getroffen. Am Ende stand fast immer ein inneres, verletztes kleines Kind, was nicht gehört und gesehen wurde und wie kann das ein Schatten sein? Es ist ein Teil von mir, ein Teil der lange nicht gesehen wurde und nun aus meiner Innenwelt an die Grenze meines Bewusstseins (bewussten Seins) tritt.

Die Heilung, die durch diese Prozesse eintritt ist unendlich groß und macht mich immer wieder sehr dankbar.

Alles liegt in uns. Alles.

Lasst uns mutig sein.

Trauer und Schmerz sind Wellen der Reinigung. Wir empfinden sie als schwer und anstrengend, weil wir uns gegen sie wehren. Es ist nichts anderes als ein energetischer Reinigungsprozess. Ein Reinigungsprozess unserer Seele. Lasst es fließen, lasst es los. Altes, darf gehen. Danach kann die Klarheit in unserem Geiste wieder folgen.

Wie auch immer du das tun kannst, sei für dich da. Sorge gut für dich.

 

Love, I